Lichtdruck;
Signet mittig unten, Auflage 300 Stück;
47,5 x 41,8 cm;
Original-Lichtdruck nach einem Detail des Beethoven-Frieses von Gustav Klimt. Herausgegeben und bearbeitet vom Verlag H.O. Miethke und gedruckt von k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Wien, in einer Auflage von 300 Stück.
Zwischen 1908 und 1914 hat H.O. Miethke veröffentlicht Das Werk Gustav Klimts, ein Folio mit Lichtdrucken, die Gustav Klimts bedeutendste Werke bis 1913 darstellen. In einem komplizierten Tiefdruckverfahren, das sowohl von Meistertechnikern als auch vom Künstler selbst überwacht wurde, wurden Klimts Original-Ölgemälde in mühevoller Kleinarbeit als Lichtdrucke auf Chine-collé, einem dünnen, seidenartigen Papier, reproduziert, das während des Abziehens des Bildes mit einem schwereren, cremefarbenen Büttenpapier verklebt wurde. Jedem Bild des Folianten wurde ein eigenes, von Klimt entworfenes Signet zugeordnet, das in einer dem Buchdruck ähnlichen Technik unter das Bild geschlagen wurde. Das Siegel korrespondierte mit einem entsprechenden Siegel auf der Beglaubigungsseite, auf der die Größe, der Standort und der Besitzer des Stücks angegeben waren.
Die unter der direkten Aufsicht des Künstlers herausgegebene Serie ermöglichte es Klimt, der sich nach dem Aufschrei über die Gemälde der Universität Wien von öffentlichen Aufträgen völlig zurückgezogen hatte, seine Kunstwerke Institutionen und Mäzenen in aller Welt effektiver zu präsentieren. Kaiser Franz Joseph selbst erwarb das erste Exemplar des Folianten, ein Zeugnis für die meisterhafte Gestaltung und Druckgrafik von Das Werk Gustav Klimts.
Lichtschaden